Bericht vom Ökumenischen Bußtags-Gottesdienst am 17. November 2021 um 19 Uhr aus der Katholischen Kirche.

21.11.2021 14:00 von A. K.


 

An diesem Gottesdienst haben Mitglieder der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und unserer Neuapostolischen Kirche teilgenommen. Auf Grund der Corona-Lage konnten sich jedoch nur 32 Christen im Kirchengebäude aufhalten. 

 

Nach der Begrüßung wurde der 130.Psalm gelesen.

   Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir.
   Herr, höre meine Stimme!
   Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!
   Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst –
   Herr, wer wird bestehen?
   Denn bei dir ist die Vergebung,
   dass man dich fürchte.
   Ich harre des HERRN, meine Seele harret,
   und ich hoffe auf sein Wort.
   Meine Seele wartet auf den Herrn
   Mehr als die Wächter auf den Morgen;
   Mehr als die Wächter auf den Morgen
   hoffe Israel auf den HERRN!
   Denn bei dem HERRN ist die Gnade
   Und viel Erlösung bei ihm.
   Und er wird Israel erlösen
   Aus allen seinen Sünden.

 

Die Predigt wurde vom Evangelischen Pfarrer Klaas vorgetragen.


Nach der Predigt sollte ursprünglich jeder die Möglichkeit haben, Wünsche und Bitten auf einen Zettel zu schreiben. Es war dann geplant, einige Bitten vorzulesen. Auf Grund der Pandemie musste das leider ausfallen. So wurde dann etwa 2 Minuten in der Stille gebetet.


Nach dieser Stille hat unser Diakon i.R. Scholz das Versöhnungsgebet von Coventry*** gesprochen, einige Gedanken zum Gebet und zum Lied "Betgemeinde" vorgetragen und das Schlussgebet gehalten.


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Am Ende folgte der Segen durch den Katholischen Pfarrer.


Zwischen den einzelnen Predigten, Gebeten und dem Segen, konnten leise die Lieder gelesen werden, da Gesang coronabedingt nicht möglich war.

 

Der für den 2. Advent geplante Ökumenische Gottesdienst muss leider coronabedingt ausfallen. 

 

 

 

 

***VERSÖHNUNGSGEBET VON COVENTRY

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Grossbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln. Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, ….

 

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3, 23)

 

   Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
               Vater, vergib.
   Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr Eigen ist,
               Vater, vergib.
   Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
               Vater, vergib.
   Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der Anderen,
               Vater, vergib.
   Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
               Vater, vergib.
   Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht, 
               Vater, vergib.
   Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
               Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, wie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4, 32)

Amen

 

 

 

 

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